„Mobilität ist eine zentrale Herausforderung für eine gute Entwicklung unserer Stadt“, stellte der stellvertretende Vorsitzende der Hennefer SPD, Mario Dahm, zur Einleitung des Hennef-Forums fest. Die Sozialdemokraten hatten in die HeideEvent-Location – ehemals JaJa – geladen, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hennef von morgen“ über eine bessere Mobilitätspolitik für die Stadt zu diskutieren. Mobilität müsse zuverlässig, umweltverträglich, überall verfügbar und für alle bezahlbar sein, so Dahm. In der Realität aber würden nicht einmal genügend Fahrradabstellanlagen am Bahnhof zur Verfügung stehen.
Jede Menge Verbesserungsbedarf
Dass es bei der Fahrradfreundlichkeit in Hennef noch deutliches Verbesserungspotenzial gibt, erläuterte Franz Xaver Böhm von Ortsgruppe Hennef des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). In der Diskussion stellte sich heraus, dass sowohl der Verkehr im Hennefer Zentrum im Sinne aller Verkehrsarten besser zu regeln ist, als auch die Radverbindungen von den Dörfern ins Zentrum. Ein Beispiel präsentierte der Vorsitzende des Heimatvereins Happerschoß, Frank Litterscheid. Der Heimatverein hatte ein Konzept für eine bessere Radverkehrsverbindung entwickelt, das bisher von der Stadt nicht aufgegriffen wurde.
Preise runter, Fahrten rauf
Dietmar Tendler, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsverbund Rhein-Sieg ging auf die Situation im Nahverkehr ein und forderte sinkende Preise etwa mittels eines 1-Euro-Tickets und einen Ausbau des Busangebots auch in den ländlichen Gebieten. Berufspendlern will die SPD u.a. mittels Schnellbuslinien etwa aus Richtung Uckerath, Ruppichteroth und Neunkirchen ein besseres Angebot machen. Hier bietet ein neues Förderprogramm die Möglichkeit, die Zubringerverkehre zu den Bahnhöfen im Kreisgebiet zu verbessern.