3. Hennef-Forum: Flächennutzungsplan

Die SPD hatte zur Diskussion über den Vorentwurfsplan geladen. Zunächst wurden die größen Wohnbauflächen und die Gewerbeflächen nach einer kurzen generellen Einführung in die Thematik dargestellt. Im Anschluss wurde über die Flächen diskutiert, die aus der Runde angesprochen wurden.

Einige Ergebnisse der Diskussion:

    • Bei der Ausweisung von neuen Wohnbau- oder Gewerbeflächen entstehen für die Grundbesitzer teils große Gewinne, für die Stadt fallen hohe Kosten für die notwendige Infrastruktur an. Deshalb sollte eine Infrastrukturabgabe erhoben werden, damit die Stadt die Infrastruktur damit teilweise finanzieren kann. Die SPD wird dies einfordern.
      • Mischbaufläche „Schreinersbitze“ (Uckerath): Für diese Planung wurde in mehrfacher Hinsicht Kritik geäußert. Der Bereich sei ökologisch wertvoll und grenze an ein Naturschutzgebiet an. Der Verkehr wird bereits heute als belastend empfunden, weil die Strecke als Ausweichstrecke genutzt wird. Außerdem nutzt ein Gewerbebetrieb die Straßen. Problematisch ist die unklare Abgrenzung eines Mischgebiets zwischen Wohn- und Gewerbegebiet. Es wird befürchtet, dass sich die Gewerbenutzung durchsetzen wird, weil Bauinteressierte von den Gewerbeflächen abgeschreckt werden. Fraglich ist, ob eine verstärkte Gewerbenutzung in diesem Wohngebiet sinnvoll ist. Die SPD-Fraktion wird die Probleme in die politische Beratung einbringen.
        • Gewerbegebiet „Am Futterstück“ (Hossenbach/Geisbach):Das von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Gebiet ist seit 1992 als Sondernutzungsfläche für soziale und kulturelle Zwecke, wie z.B. ein Schwimmbad, im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Die Verwaltung möchte dort nun eine Gewerbefläche ausweisen. Die Anwohner/Innen kritisieren das Vorhaben, weil sie vor einigen Jahren, als sie selbst dort gebaut haben, noch die Auskunft bekamen, dass dort keine Bebauung stattfinden soll. Außerdem wurde der Vorschlag der Verwaltung dort nur „kleinere“ Gewerbegebiete anzusiedeln sehr kritisch gesehen, da der Begriff letztlich eine Auslegungssache ist. Kritisiert wurde auch, dass die benachbarten Anwohner/Innen selbst bei dem Bau von Gartenhäuschen naturschutzrechtliche Vorgaben beachten müssen, die Stadt aber nun ein Gewerbegebiet dort ansiedeln möchte. Die SPD-Fraktion hatte bereits beantragt, wieder eine Sondernutzungsfläche für ein Schwimmbad, das ein Investor bauen müsste, auszuweisen, damit das Projekt nicht ganz in Vergessenheit gerät. Die viel beschworene „Sportstadt Hennef“ hat heute einen klaren Mangel an Schwimmmöglichkeiten. Ein Gewerbegebiet an dieser Stelle wird nicht befürwortet. Am besten sollte die Sondernutzungsfläche beibehalten werden.
          • Begrüßt wurde, dass die geplante Wohnbaufläche am westlichen Rand von Stoßdorf auf eine Häuserzeile verkleinert wurde. Die SPD-Fraktion hatte die ursprüngliche Planung als schon als willkürliche Ausweitung kritisiert. Anwohner/Innen stellten einige Nachfragen zu anderen Flächen, die in Stoßdorf besser genutzt werden könnten. Hier standen allerdings wasserschutzrechtliche Bedenken im Raume. Die SPD-Fraktion wird dies nachfragen.
            • Problematisiert wurde auch die Verkehrssituation an der B8 im Hinblick auf das geplante 14 ha große Gewerbegebiet an der Landesgrenze (Gewerbegebiet Mendt, RLP). Hier ist mit zusätzlichem Verkehr zu rechnen, der die Belastung für die Anwohnerinnen und Anwohner der B8 noch mal steigert. Die SPD-Fraktion wird dazu eine Anfrage an die Stadt richten und um Vorschläge bitten. Kurz thematisiert wurde der Eingriff in die Landschaft, da das Gewerbegebiet auf der grünen Wiese entsteht. Vor einer möglichen Ausweisung soll eine genaue Artenschutzprüfung erfolgen.

               

              Die SPD-Fraktion verfolgte in den Beratungen diese Linie. Gerade in den Außenorten lehnte die SPD dabei verschiedene Flächen z.B. aus Landschaftsschutz-Gründen ab, wie z.B. die Fläche „Schatzkammer“ in Lanzenbach.

              Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden!