Hennef – Eine Stadt für alle

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Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen eine Stadt, in der alle gleichberechtigt leben können. Wir wollen eine offene, tolerante und bunte Stadt, in der niemand ausgegrenzt oder diskriminiert wird wegen Geschlecht, Alter, Einkommen, Behinderung, Lebensstil, sozialer und kultureller Herkunft oder sexueller Identität. Wir wollen, dass alle gleiche Chancen im Leben haben.

 

Sozialpolitik ist weiterhin Kernthema der SPD

Ausgrenzung und Benachteiligung ist in unserer Gesellschaft weiterhin Alltag. Wir wollen Ungleichheiten durch staatliches Handeln entgegenwirken. Für uns ist es eine zentrale Aufgabe der Kommune, hier aktiv zu werden. Wir wollen, dass alle städtischen Angebote so gestaltet sind, dass sie von allen wahrgenommen werden können, d.h. sie müssen finanzierbar und barrierefrei sein.

 

Wohnen in Hennef: Bezahlbar, barrierefrei, altersgerecht

In unserer Stadt fehlt preiswerter Wohnraum. Über 220 Haushalte suchen aktuell eine öffentlich geförderte Wohnung. Der Bestand kann den Bedarf bei weitem nicht decken und in den nächsten Jahren fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung heraus als neue geschaffen werden. Die SPD versucht hier gegenzusteuern, die schwarz-gelbe Ratsmehrheit ignoriert das Thema. Unser Ziel bleibt die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitskreises, um in der Sache voranzukommen.

Wir wollen, dass Wohnen in Hennef kein Luxus ist. Wir wollen nicht, dass Menschen aus ihrem Umfeld und aus Hennef verdrängt werden. Daher brauchen wir bezahlbaren, barrierefreien und altersgerechten Wohnraum. Wir werden den Bau von öffentlich geförderten Wohnungen vorantreiben. Viele Menschen brauchen diesen Wohnraum, z.B. Alleinerziehende, Großfamilien oder auch alte Menschen. Deshalb setzt sich die SPD für Mindestvorgaben in Bebauungsplänen, eine aktive Flächenpolitik der Stadt, ein neues Wohnraum-Management, eine Förderung von genossenschaftlich organisiertem Wohnungsbau und eine stärkere Bautätigkeit der kreiseignen Wohnungsbaugesellschaft ein. Bei allen Planungsmaßnahmen setzen wir auf eine abgestimmte und vorausschauende Sozialraumplanung, um die Bildung von „Problemvierteln“ zu vermeiden. Wir möchten die Menschen bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes stärker beteiligen.

Der demografische Wandel stellt uns vor neue Herausforderungen. Zum einen brauchen wir ein bedarfsdeckendes und hochwertiges Angebot an Seniorenheimen und betreuten Wohnformen, zum anderen aber auch eine Förderung von alternativen Wohnprojekten, wie Senioren-Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhäusern. Um hier Unterstützung zu bieten, soll das neu zu schaffende Wohnraum-Management auch Beratung und Vermittlung für solche Projekte bieten.

Mit der jetzigen Obdachlosenunterkunft in Dahlhausen sind wir nicht zufrieden. Wir setzen zur Unterstützung von in Not geratenen Henneferinnen und Hennefern vor allem auf dezentrale Unterbringungen. Für Notfälle wollen wir eine „Notunterkunft“ in Zentrumsnähe bereithalten, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht schon durch räumliche Distanz zu erschweren. Mit intensiver Betreuung und Unterstützung soll der Weg zurück ins geregelte, eigenverantwortliche Leben gefördert werden. Für uns ist ganz klar: Kinder dürfen nicht in der Obdachlosenunterkunft untergebracht werden. Hier muss Wohnraum für den Notfall bereitgehalten werden. Ein Gebot der Menschlichkeit ist es für uns, alles zu tun, um möglichst vielen Flüchtlingen und Asylbewerber*innen aus Krisengebieten in Hennef einen Aufenthaltsort bieten zu können. Für diese Hilfe in Notsituationen wollen wir die notwendigen Mittel bereitstellen.

 

Leben im Alter

Auch wenn Hennef eine vergleichsweise junge Stadt ist, leben viele Menschen mit hohem Alter in Hennef. Wir nehmen den demografischen Wandel positiv an. Dafür wollen wir Hennef seniorenfreundlicher gestalten, z.B. durch die verstärkte Aufstellung von Ruhebänken zwischen Seniorenheimen und Stadtzentrum. Wir setzen auf eine abgestimmte Planung, um barrierefreie Wege zu entwickeln.

Um Seniorinnen und Senioren den Verbleib in der eigenen Wohnung zu erleichtern, wollen wir Unterstützungsangebote in Hennef ausbauen. Für einen Senioreneinkaufsdienst soll eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr geschaffen werden. Angebote für Seniorinnen und Senioren, wie Seniorentreffs oder andere ehrenamtliche Einrichtungen, wollen wir weiterhin fördern. Auch Projekte, die das Miteinander der Generationen stärken, wie etwa Generationenplätze oder Mehrgenerationenspielplätze, wollen wir ausbauen.

 

Hennef ist bunt: Toleranz und Vielfalt

Unsere Stadt lebt von Vielfalt. Wir stellen uns rassistischen, nationalistischen, homophoben und menschenverachtenden Gesinnungen entschieden entgegen. Deshalb haben wir erfolgreich auf die Einrichtung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus gedrängt. Diese Arbeit wollen wir fortsetzen und mit den notwendigen Mitteln ausstatten. Wir werden Projekte gegen Extremismus und Diskriminierung unbürokratisch fördern.

Wir wollen die politische Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund steigern. Dafür brauchen wir das kommunale Wahlrecht auch für Nicht-EU-Ausländer*innen. Unser Ziel bleibt die Einrichtung eines Integrationsrates. Das „Interkult“ und seine ehrenamtliche Arbeit wollen wir weiterhin fördern. Benötigte Mittel und Räumlichkeiten müssen zur Verfügung gestellt werden. In öffentlichen Einrichtungen und der Stadtverwaltung wollen wir die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch geeignete Schulungen ausbauen.

 

Starke Vereine – Ehrenamt fördern

Nur durch den engagierten Einsatz von Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler können viele Angebote in Hennef aufrechterhalten werden. Wir wollen den Hennefer Vereinen die besten Bedingungen für ihre wichtige Arbeit bieten und Unterstützung leisten, wo immer die Stadt helfen kann. Zur Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit wurde auf unsere Initiative hin die Ehrenamtskarte eingeführt. Diesen Weg der Anerkennung von und Motivation zu ehrenamtlicher Arbeit möchten wir weitergehen.

 

Vorreiter sein: Gleichstellung

Die SPD setzt sich seit 150 Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Diesen Grundsatz verfolgen wir auch kommunal weiter. Auf unserer Reserveliste für den Stadtrat wechseln sich Frauen und Männer ab. Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadtverwaltung behalten wir stets im Auge. Für städtische Stellenausschreibungen wollen wir ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren einführen, damit immer gewährleistet ist, dass alle Bewerberinnen und Bewerber unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft bei gleicher Qualifikation auch gleiche Chancen haben. In der Verwaltung soll zukünftig mehr auf „gendersensible“ Sprache geachtet werden. Bei der Benennung von Straßen und Plätzen wollen wir weibliche Persönlichkeiten zukünftig stärker berücksichtigen, um so auch Zeichen zu setzen.