Mobilität von morgen

Eine saubere, sichere und bezahlbare Mobilität ist die zentrale Zukunftsaufgabe für unser Hennef.

Wir wollen die Verkehrswende für eine sichere, bezahlbare, nachhaltige und klimafreundliche Mobilität in Hennef. Mobilität ist für uns ein Grundrecht, das allen überall im Stadtgebiet jederzeit unabhängig von Wohnort, Alter, Einkommen oder auch körperlicher Beeinträchtigung zur Verfügung stehen muss. Die Zeit für eine Hennefer Verkehrspolitik auf der Bremse ist vorbei. Das bedeutet:

    • Wir wollen den Nahverkehr überall im Stadtgebiet und in der gesamten Region ausbauen und stärken. Dafür brauchen wir mehr Fahrten auf den bestehenden Linien, also engere Takte und auch Nachtfahrten abends, vor allem an den Wochenenden. In Kleinbuslinien sehen wir Chancen, auch heute nicht angebundene Dörfer und die dort lebenden Menschen wieder an das Liniennetz anzuschließen. Schnellbuslinien können den Nahverkehr attraktiver machen, etwa zwischen Hennef und Uckerath/Asbach, Neunkirchen-Seelscheid, Waldbröl oder Bonn. Auch die unmittelbar an das Stadtzentrum angrenzenden Wohngebiete wollen wir besser an das Nahverkehrssystem anschließen, etwa durch verbesserte Linienführungen oder neue Stadtbuslinien.
    • Der Nahverkehr muss auch finanziell attraktiver werden. Wir setzen uns für ein „1-Euro-Ticket“ im gesamten Verkehrsverbund ein. Auf dem Weg dahin gilt für uns der Grundsatz: Fahrten rauf, Preise runter. Das Anrufsammeltaxi soll auch mit dem Schüler-, Azubi- und Semesterticket ohne Aufpreis genutzt werden können.
    • Wir brauchen ein umfassendes Mobilitätskonzept für Hennef, das alle Verkehrsarten sinnvoll miteinander verknüpft und den einfachen Umstieg etwa vom Auto auf den Nahverkehr ermöglicht. Dazu zählt der Ausbau von Bahnhöfen und Haltestellen zu Mobilstationen, mehr Park&Ride-Flächen (Autos, Fahrräder), ein auf alle Rhein-Sieg-Kommunen ausgelegtes Leihfahrradsystem, zusätzliche Infrastruktur für E-Mobilität oder andere neue Antriebssysteme, Carsharing-Projekte wie „Dorfautos“ und weitere moderne Verkehrskonzepte. Verkehrs- und Stadtplanung wurde immer vom Auto her gedacht. Wir wollen den öffentlichen Raum nun zugunsten anderer Mobilitätsarten gerechter verteilen, damit die Verkehrswende gelingen kann.
    • Wir machen Hennef fahrradfreundlich. Wir wollen den Radverkehr massiv stärken, für sichere Radwege und genügend kostenfreie Fahrradabstellplätze an zentralen Orten sorgen. Besonders am Hennefer Bahnhof brauchen wir endlich eine „Radstation“.
    • Um das Verkehrschaos in der Hennefer Innenstadt zu beenden, brauchen wir mutige Lösungen statt ein immer gleiches Stückwerk. Bei einem stetigen Bevölkerungszuwachs, muss auch die Infrastruktur mitwachsen. Die Bahnunterführung an der Bröltalstraße muss endlich gebaut, die Siegbrücke bei Allner erweitert werden. Für das unmittelbare Stadtzentrum wollen wir einen „City-Ring“ schaffen. Durch einen solchen kurzen Einbahnstraßenring entsteht auf der Frankfurter Straße mehr Raum für alle Verkehrsarten und eine ansprechende Stadtgestaltung. Radfahrer*innen und Fußgänger*innen können so sicherer in der Stadt unterwegs sein. Wir wollen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von max. 30 km/h im gesamten Innenstadtbereich und eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung. Die Bonner Straße soll durch mehr Überwege und „Tempo 30“ sicherer werden. Den „Schulcampus“ wollen wir für unsere Schülerinnen und Schüler autofrei machen.
    • Eine Ortsumgehung für Uckerath ist unerlässlich. Der Verkehr auf der B8 und damit die Belastung für die Menschen und die Luftqualität vor Ort nehmen immer weiter zu. Wir setzen auf einen transparenten und ergebnisoffenen Planungsprozess mit umfassender Bürgerbeteiligung, um eine möglichst faire Lösung für alle zu finden. Dazu sprechen wir uns für einen Bau in Tunnel- oder Troglage aus, um den Eingriff ins Landschaftsbild und Sicht- bzw. Lärmbelastung möglichst gering zu halten.
    • Den Verkehrslärm auf Straße und Schiene sowie in der Luft wollen wir verringern. Dazu braucht es mehr Lärmschutz und wirkungsvolle Beschränkungen am Flughafen Köln/Bonn, die den Interessen der Anlieger*innen Rechnung tragen. Wenigstens das Nachtflugverbot für Passagiermaschinen muss endlich kommen.
    • Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen steht für uns ganz oben bei der Gestaltung von Verkehrsflächen und –wegen vor Ort, vor allem die Schulwegsicherheit.
    • In den Erhalt des kommunalen Straßennetzes müssen wir investieren und für eine sinnvolle Koordination von Baustellen sorgen. Wir unterstützen die SPD in NRW dabei, die ungerechten Straßenausbaubeiträge für Anlieger*innen abzuschaffen.