Junge Stadt: Investitionen in Zukunft

Jugendpark Hennef Bild: Bild: Dieter Schütz /pixelio.de

Hennef ist eine Stadt mit einem niedrigen Altersdurchschnitt. Darauf ist die Politik der SPD abgestimmt. Investitionen in Kinder, Jugendliche, Familien und Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.

 

Auf Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen und sie beteiligen

Wir wollen Angebote für Kinder und Jugendliche, wie etwa das Jugendzentrum oder die Angebote des Jugendparks erhalten und ausbauen. Dabei setzen wir nicht nur auf städtische Angebote, sondern wollen auch private Initiativen und Vereine finanziell fördern. Wir wollen niemanden von oben beglücken, sondern die Rahmenbedingungen schaffen, um das Angebot für Kinder und Jugendliche zu erweitern. Bei der Planung sollen Kinder und Jugendliche beteiligt werden, Angebote müssen auf die Wünsche der Zielgruppen abgestimmt sein. Mit dem Kinder- und Jugendparlament hat die SPD ein wichtiges Instrument der Beteiligung für junge Henneferinnen und Hennefer durchsetzen können. Wir wollen, dass das Junge Parlament finanziell angemessen ausgestattet und qualitativ hochwertig betreut wird. Auch darüber hinaus wollen wir die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ausbauen, um so Interesse an der Mitgestaltung unserer Stadt zu wecken. Um eine niedrigschwellige Beteiligung zu ermöglichen, wollen wir einen online-Kummerkasten einrichten.

Für den Jugendpark müssen wir Sanitäranlagen schaffen, die in unmittelbarer Nähe liegen. Auch unsere Idee einer BMX-Piste werden wir weiterverfolgen. Sportangebote für Kinder und Jugendliche, wie Bolz-, Basketball- oder Volleyballplätze möchten wir ausbauen. Wir möchten auch die Kinder und Jugendlichen erreichen, die Angebote im Zentrum nicht nutzen können. Darum soll Jugendarbeit auch in den Außenorten stärker stattfinden, z.B. durch die Einrichtung eines Spielebusses.

Das Angebot an Spielplätzen wollen wir erhalten, daher müssen auch alte Spielplätze attraktiv gehalten werden. Abgebaute Spielgeräte sind zu ersetzen. Wir wollen Spielplätze inklusiv gestalten, d.h. barrierefrei und mit Spielgeräten, die auch von Kindern mit Behinderung genutzt werden können. Dazu haben wir schon einen Grundsatzbeschluss erwirkt. Außerdem sollen Spielplätze Orte der Begegnung der Generationen sein. Daher setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass Angebote generationenübergreifend sind, z.B. mit Fitnessgeräten, die alle Altersgruppen ansprechen.

Auch wenn Hennef mit den Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene mit Städten wie Bonn oder Köln nicht mithalten kann, möchten wir auch die Interessen dieser Zielgruppe im Auge behalten. Wir werden Ausweitungen des Freizeitangebots in Hennef unterstützen. Den Allner See möchten wir als Treffpunkt für die Henneferinnen und Hennefer erhalten. Darüber hinaus möchten wir prüfen, ob weitere Badestellen an der Sieg ausgewiesen werden können.

 

Frühe Hilfen: Kein Kind zurücklassen

Die SPD steht für den Grundsatz: Kein Kind zurücklassen. Wir wollen die Politik unserer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kommunal umsetzen. Den Ausbau der frühen Hilfsangebote hat die SPD in den vergangenen Jahren vorangetrieben, wie etwa beim Neugeborenen-Besuchsdienst oder der Einrichtung einer Stelle für eine Familienhebamme. Hier wollen wir zusätzliche Stellen schaffen. Frühkindliche Bildung beginnt schon in den Familien und Kindertagesstätten. Wir halten daran fest, Geld präventiv zu investieren und nicht erst im Nachhinein, wenn die Folgekosten verfehlter Jugend-, Sozial- oder Bildungspolitik offensichtlich werden. Um Kinder und Jugendliche ungezwungen zu erreichen setzen wir weiter auf die aufsuchende Jugendarbeit. Das Streetwork muss dafür die notwendige finanzielle und personelle Ausstattung haben.

 

Betreuung: Bedarfsdeckend, kostenfrei und qualitativ hochwertig

Hennef ist eine Stadt mit vielen jungen Familien. Mit unserer Politik wollen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Seit vielen Jahren mahnt die SPD den zügigen Ausbau der U3-Betreuungsplätze in Hennef an. Daran halten wir fest. Wir wollen ein bedarfsdeckendes Angebot an Betreuungsplätzen, mit Öffnungszeiten, die dem Bedarf der Eltern entsprechen. Das bedeutet kein „Abschieben“ von Kindern, denn viele Eltern können sich ihre Arbeitszeiten nicht aussuchen. Die von der SPD geforderten Plätze in Großtagespflegen, also Zusammenschlüssen von Tagesmüttern und -vätern in einem Gebäude, halten wir für eine sinnvolle Ergänzung des Kita-Angebots, da bei solchen Einrichtungen die sozialen Kontakte besser gefördert werden und Vertretungen gewährleistet sind. Die Gebührenfreiheit bei allen Angeboten der Betreuung und frühkindlichen Bildung sowie Förderung bleibt unser Ziel, auch wenn wir hier auf Unterstützung des Bundes und des Landes angewiesen sind. Probleme sehen wir in Hennef beim Übergang von der Kita zur Schule, da die Angebote nicht aufeinander abgestimmt sind. Hier wollen wir gegensteuern. Wir wollen Plätze in der offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in bedarfsdeckender Zahl mit flexiblen Öffnungszeiten und der Möglichkeit von Blockplätzen. Die Kooperation der OGS mit Vereinen wollen wir fördern. In allen Bildungsangeboten der Stadt muss der Gedanke der Inklusion gelebt wird.

Wir treten in allen Betreuungsangeboten dafür ein, dass auch ein durchgehendes Angebot während der Ferien besteht, ohne zusätzliche Kosten. Wir wollen eine qualitativ hochwertige Förderung und pädagogische Betreuung und keine Aufbewahrung. Dafür müssen auch faire und überprüfbare Arbeits- und Lohnbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herrschen.

 

Moderne Schullandschaft – Inklusion vorantreiben

Hennef hat eines der besten Schulangebote im Rhein-Sieg-Kreis. Die Entstehung der beiden Gesamtschulen hat die SPD vorangetrieben und das Schulangebot der Stadt damit schon in den 90er Jahren zukunftsfähig gemacht. Auch die Entstehung der zweiten Gesamtschule kam in Schwung, nachdem die SPD die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans angestoßen hatte. So konnten wir längeres gemeinsames Lernen in Hennef durchsetzen, zuerst gegen Widerstände, später im großen Konsens.

Wir bleiben bei unserer langjährigen Forderung, das Hennefer Grundschulangebot durch mindestens eine gebundene Ganztagsgrundschule zu verbessern, da hier pädagogische Arbeit besser organisiert werden kann, mehr Lehrerstellen zur Verfügung stehen, im Ganztag eine bessere Förderung gegeben ist und darüber hinaus die Eltern finanziell entlastet werden.

Schulen sind nicht nur Gebäude, sondern ein ganz wesentlicher Lebensraum für Kinder und Jugendliche. Daher müssen Schulgebäude und Schulgelände so gestaltet sein, dass man sich gerne dort aufhält. Dabei geht es nicht nur um Funktionalität. Schulen müssen ausreichend Räume für Aktivitäten von Schüler*innen bieten und Begegnungsstätten ermöglichen. Außerdem müssen alle Schulen mit moderner Technik ausgestattet sein, um optimale Lernbedingungen zu schaffen. Dies ist angesichts der ständigen Neuerungen nie ein abgeschlossener Prozess.

Eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben ist die Umsetzung der Inklusion, z.B. des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Handicap, in unserem Schulsystem. Wir wollen alle Schülerinnen und Schülern individuellen fördern. Dabei steht für uns immer das Wohl des Kindes im Vordergrund. Wir wollen die notwendigen räumlichen und personellen Voraussetzungen schaffen, um möglichst vielen Kindern den Besuch einer Regelschule zu ermöglichen.

Schulsozialarbeit leistet einen wichtigen Beitrag, um individuelle und gesellschaftliche Benachteiligung abzubauen und früh Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern machen zu können. Diese Arbeit muss in Hennef erhalten bleiben, auch wenn die Bundesregierung das Geld dafür ab 2014 nicht mehr bereitstellt. Die SPD will diese Stellen für Schulsozialarbeit – wenn nötig – auch mit kommunalen Finanzmitteln erhalten.

Wir wollen Kinder und Jugendliche stärker in Planungen und Entscheidungen einbinden. Das gilt auch für Schülervertretungen. Bei kommunalpolitischen Entscheidungen, die ihre Schule betreffen, wollen wir Schülervertretungen besser einbeziehen, z.B. durch verpflichtende und frühzeitige Einbindung und Anhörung. Den Schülervertretungen muss ausreichender Raum und finanzielle Unterstützung zur Verfügung stehen.

Die Schuleingangsuntersuchungen für Schulanfängerinnen und Schulanfänger sollen wieder dezentral an den jeweiligen Grundschulen stattfinden. Das verringert den Aufwand für die Eltern und befördert den frühen Kontakt zwischen Kindern, Eltern und Schule.

 

Sportstadt für alle

In Hennef gibt es vielfältige Angebote an sportlicher Betätigung. Wir wollen die zahlreichen Sportvereine auch weiterhin aktiv in ihrer wichtigen ehrenamtlichen Arbeit unterstützen. Der organisierte Sport in den Vereinen leistet unschätzbar wertvolle Integrations- und präventive Sozialarbeit; er ist uns sehr wichtig und wird von der SPD nachdrücklich unterstützt.

Darüber hinaus möchten wir die Möglichkeiten verbessern, auch unabhängig vom Vereinssport jederzeit, kostenlos und ohne größere Einschränkungen Sport treiben zu können. Dafür wollen wir den Bau von Bolz- oder Basketballplätzen vorantreiben. Wir möchten außerdem ein öffentliches Beachvolleyballfeld in Hennef schaffen, genauso wie eine BMX-Piste. Für den Zentralort setzen wir uns weiterhin dafür ein, auch dort einen Bolzplatz zu schaffen. Diese Sportplätze sollen auch für Erwachsene geöffnet werden und barrierefrei nutzbar sein.

Das Angebot an Schwimmmöglichkeiten ist in Hennef, besonders für eine Stadt dieser Größe, mangelhaft. Wir haben im neuen Flächennutzungsplan durchgesetzt, dass eine attraktiv gelegene Fläche für ein mögliches Schwimmbad freigehalten wird. Dafür wollen wir aktiv einen Investor suchen.

 

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