Lebenswerte Dörfer

Kirche in Westerhausen

Hennef als „Stadt der 100 Dörfer“ muss mehr Anstrengung in die Entwicklung seiner Dörfer stecken. Dazu bedarf es einer besseren Anbindung der Dorfgemeinschaften an die Hennefer Stadtverwaltung, am besten durch eine zentrale Ansprechstelle. Wir wollen Dörfer behutsam weiterentwickeln, um ihren Bestand zu erhalten. Ausweisungen von zusätzlichen großen Bauflächen außerhalb der bestehenden dörflichen Strukturen lehnen wir ab. Stattdessen setzen wir auf Baulückenschließung und die Nutzung von leerstehendem Wohnraum. Ein Aus- oder Neubau auf dem eigenen Grundstück muss dabei möglich bleiben, um Wohnraum für die nächste Generation zu schaffen. Dorfentwicklung heißt für uns auch die Schaffung und den Erhalt von Aufenthalts- und Lebensraumqualität, z.B. durch die Gestaltung von Dorfmittelpunkten und die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur, wie z.B. schnellen Internetzugängen.

Um Menschen auch im Alter den Verbleib in ihrem Dorf zu ermöglichen, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir müssen die Nahversorgung für den täglichen Bedarf in den Dörfern sichern und wo nötig, z.B. über Einkaufsdienste für Seniorinnen und Senioren, Unterstützung leisten. Um die Versorgung vor Ort zu sichern, kann es sinnvoll sein, öffentliche (Verwaltung, Post etc.) und private (Geldinstitute, Lebensmittel etc.) Einrichtungen zu verbinden. Auch das Angebot an ambulanten Pflegediensten und medizinischer Versorgung muss den Bedarf in Hennef abdecken. Um die Dörfer besser an das Zentrum anzubinden und die Erreichbarkeit der sozialen Infrastruktur (von Schulen bis zu Freizeitangeboten) zu gewährleisten, brauchen wir einen leistungsstarken und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr.

Für eine lebenswerte Umgebung sorgen zahlreiche Bürger-, Heimat- und Dorfvereine. Wir wollen diese wichtige ehrenamtliche Arbeit fördern und wo es geht unterstützen. Für soziale, kulturelle und traditionelle Veranstaltungen muss den Dorfgemeinschaften Raum z.B. in Bürgerhäusern zur Verfügung stehen. Angebote für Kinder und Jugendliche wollen wir auch in den Außenorten verstärken. Dabei ist die Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen wie Stadt, Vereinen, Kirchen, Schulen und Kindergärten wichtig.